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MUSTERFREIGABE / EINKAUFSRATGEBER

Das freigegebene Muster als Arbeitsreferenz nutzen

Prüfumfang vereinbaren, Muster identifizieren und die Freigabe mit künftigen Bestellungen verbinden.

Annahme vor dem Mustereingang definieren

Ein Muster ist besonders nützlich, wenn beide Seiten wissen, was es zeigen soll. Definieren Sie vor Versand Bauteilidentität, Zeichnungsstand, Maße, Oberfläche und visuelle Anforderungen. Legen Sie fest, ob eine Maßprüfung, eine Prozessbewertung oder die Prüfung einer bestimmten Umreifungskombination vorgesehen ist. Der Erhalt eines Musters allein ist keine Produktionsfreigabe.

Benennen Sie die prüfende Person und die Stelle mit Freigabebefugnis. Vereinbaren Sie Messungen, Ausrüstung und relevante Annahmekriterien. Wird eine formale Prüfung benötigt, legen Sie Methode und Bericht fest. Eine allgemeine Bitte um ein stärkeres oder besseres Bauteil beschreibt weder die Prüfmethode noch eine verlässliche Grenze für die Annahme.

Die tatsächlichen Prüfbedingungen erfassen

Geben Sie dem Muster eine nachvollziehbare Referenz und trennen Sie es von nicht freigegebenen Alternativen. Erfassen Sie bei Montage- oder Systemversuchen Bandaufbau und Maße, Spannwerkzeug, Verschlussverfahren und relevante Einstellungen. Beschreiben Sie Packanwendung und weitere Bedingungen, die das Ergebnis beeinflussen. Fotos können den Bericht ergänzen; der Text muss dennoch zeigen, was geprüft wurde und was offen bleibt.

Übertragen Sie das Ergebnis nicht automatisch auf andere Drahtdurchmesser, Oberflächen, Bänder oder Geräte. Ändert ein Vorschlag die vereinbarte Referenz, prüfen Sie den Bedarf neuer Muster oder Tests. Informieren Sie Einkauf und Anwendungsverantwortliche über die Änderung. Bewahren Sie den alten Stand so auf, dass sich eine neue Ausführung eindeutig davon unterscheiden lässt.

Freigabe zur Bestellreferenz machen

Dokumentieren Sie Annahme, Ablehnung oder bedingte Freigabe eindeutig. Nennen Sie Bedingungen und Verantwortliche für deren Abschluss. Bewahren Sie gegebenenfalls ein gekennzeichnetes Referenzmuster zusammen mit Zeichnung und Prüfbericht auf. Die Bestellung sollte auf diese Unterlagen verweisen und nicht allein auf eine informelle Nachricht. Vergleichen Sie bei Wiederholbestellungen Ware und Kennzeichnung mit dem vereinbarten Stand. Halten Sie Abweichungen fest und verlangen Sie Prüfung, bevor Sie die Lieferung als gleichwertig behandeln. Eine klare Freigabekette hilft Lieferant, Einkauf und Wareneingang, über dasselbe Bauteil zu sprechen.

Die Freigabe sollte den akzeptierten Umfang und seine Grenzen nennen. Eine Maßprüfung ist nicht automatisch eine Freigabe der Systemleistung. Hinterlegen Sie verantwortliche Prüfstelle und Entscheidungsdatum bei der Referenz. So kann ein späteres Einkaufsteam erkennen, was die damalige Entscheidung tatsächlich umfasste und welche Fragen erneut zu prüfen sind, wenn sich das Bauteil oder die Anwendung verändert.

ENTSCHEIDUNGSBEISPIEL / KATALOGREFERENZEN

Den Umfang der Musterfreigabe vereinbaren.

Ein leeres Protokoll zum Ausfüllen mit den prüfenden Beteiligten. Es ist kein abgeschlossener Prüfbericht, Produktzertifikat oder Freigabenachweis.

Artikel, Zeichnung und Revision
Nicht eingetragen
Band, Werkzeug und vorgesehene Anwendung
Nicht eingetragen
Prüfungen und Annahmekriterien
Nicht eingetragen
Muster oder Charge und Nachweisreferenz
Nicht eingetragen
Prüfende Person und Prüfdatum
Nicht eingetragen
Freigegebener Umfang, Abweichungen und offene Punkte
Nicht eingetragen

Bewahren Sie die spätere Entscheidung mit ihren Nachweisen und der Revision auf. Leere Felder bedeuten, dass hier keine Freigabeentscheidung dokumentiert ist.

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